Eckpunktepapier der Rechtspolitiker der CDU/CSU und FDP Bundestagsfraktionen ''Lösungen und Wege im Kampf gegen den sexuellen Kindesmissbrauch''
- Die Öffentliche Anhörung hat gezeigt: Wir brauchen keine Strafverschärfungen und wir brauchen auch keine verlängerten Verjährungsfristen. Wie brauchen mehr Prävention und mehr Schutz für potentielle Opfer. Deswegen müssen wir uns dafür einsetzen, dass das Projekt „Kein Täter werden“, das es an der Charité in Berlin und auch vergleichbar am dem Universitäten in Kiel und Regensburg gibt, bundesweit etabliert wird. Mit diesem Projekt wurde eine Anlaufstelle für Menschen geschaffen, die sich selbst aufgrund ihrer pädophilen Neigungen als Gefahr wahrnehmen und sich deshalb um eine Therapie bemühen.
- Diesem Projekt sollte spiegelbildlich ein Projekt mit der Zielrichtung „Kein Opfer werden“ hinzugefügt werden. Ziel muss es sein, anonyme Anlaufstellen einzurichten, die einem Opfer konkrete Hilfen und Beratung bieten, wenn das soziale Netzwerk des Opfers gerade deswegen versagt, weil auch der Täter in dieses soziale Netzwerk eingebunden ist.
- Drittens muss es auch darum gehen, Sexualstraftäter an weiteren Straftaten zu hindern. Dafür ist im Strafrecht eine neue Maßregel zu schaffen. Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, dass jemand nach einer Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille seinen Führerschein als Ersttäter nur nach erfolgreicher MPU zurückerhält, ein verurteilter Sexualstraftäter unter zwei Jahren jedoch keine psychotherapeutische Behandlung als Maßregel auferlegt bekommt, weil die Rechtsordnung dies nicht vorsieht.
Das Eckpunktepapier liegt dem Runden Tisch vor und wird in die Beratungen der Arbeitsgruppen einfließen.
Hier finden Sie das komplette Eckpunktepapier ''Lösungen und Wege im Kampf gegen den sexuellen Kindesmissbrauch''.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesjustizministeriums.



