Praktikum bei Christian Ahrendt
Schon seit meiner Jugend interessiere ich mich für Politik und politische Entscheidungsfindung. Außerdem sind für mich als angehende Volkswirtin genau diese Prozesse von besonderem Interesse. Volkswirtschaftlich relevante Themen sind oftmals durch politische Entscheidungen impliziert. So entschied ich mich für ein Praktikum vom 03.09.2007 bis zum 12.10.2007 im Deutschen Bundestag bei Christian Ahrendt, dem einzigen FDP-Bundestagsabgeordneten aus meinem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern.Ziemlich schnell erhielt ich einen Einblick in die Arbeitsweise eines Abgeordnetenbüros sowie in den Alltag im Bundestag. Da sich Herr Ahrendt als Mitglied des Innenausschusses vor allem mit den Themen Rechtsextremismus, Verwaltungsreform und Föderalismus beschäftigt, hatten viele meiner Aufgaben mit diesen Themenbereichen zu tun. Darüber hinaus bildete "Mecklenburg-Vorpommern" einen weiteren thematischen Schwerpunkt .

Anne Schichler
Gleich an meinem ersten Tag erhielt ich den Auftrag, eine Ausarbeitung über Rechtsextremismus und die NPD (inklusive einer Statistik) anzufertigen, die dann als Grundlagen für weitere Arbeiten zu diesem Thema genutzt werden konnte. Das Anfertigen eines Arbeitspapiers zur aktuellen Bildungslage in Mecklenburg-Vorpommern war eine weitere Aufgabe, die mich über einige Tage hinweg beschäftigte. Meine Arbeit im Büro war vor allem durch Recherche, Büroarbeit, das Verfassen von Texten und Pressmitteilungen, das Vorbereiten von Reden sowie organisatorische Tätigkeiten gekennzeichnet.
In erster Linie empfand ich das Praktikum als ausgesprochen interessant, aber vor allem als sehr lehrreich. Und genau das ist ja auch der Sinn eines Praktikums. Ich habe gelernt, vernünftig zu arbeiten - und das auch unter Zeitdruck, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, pünktlich fertig zu werden und Arbeit abzunehmen. Gerade Fertigkeiten, die ich als meine Schwachstelle empfunden habe, z.B. das Verfassen von Texten, konnte ich erheblich verbessern.
Durch das Praktikum bei Christian Ahrendt wurde mir die Möglichkeit geboten, hinter die Kulissen der Politik zu schauen. Ich durfte öffentliche Anhörungen besuchen, Debatten im Plenarsaal verfolgen sowie der Sitzung eines Arbeitskreises beiwohnen. Durch die Tätigkeit im Bundestagsbüro konnte ich auch verschiedene Abendveranstaltungen besuchen, zu denen ich sonst keinen Zugang gehabt hätte.
Ein besonderes Lob und Dank gilt auch dem Team von Herrn Ahrendt, dem es gelang, mich schnell in die Arbeit im Büro einzubinden, so dass ich mich schon nach kurzer Zeit dazugehörig fühlte. Das herzliche Arbeitsklima trug dazu bei, das ich mich rundum wohlgefühlt habe. Nicht zuletzt lag dies auch an den beiden studentischen Hilfskräften Anja und Natascha, mit denen mir die Zusammenarbeit viel Freude bereitet hat.
Anne Schichler




