Rechtsextremistischer Jugendverein HDJ endlich verboten
BERLIN. Zum Vereinsverbot der rechtsextremistischen Kinder- und Jugendorganisation „Heimattreue Deutsche Jugend“ durch das Bundesinnenministerium erklärt der Experte für Extremismusbekämpfung der FDP-Bundestagsfraktion Christian AHRENDT:
Es ist sehr erfreulich, dass das Bundesinnenministerium nach einem Dreivierteljahr den Verbotsantrag der FDP-Bundestagsfraktion endlich umgesetzt hat. Das Verbot gegen die HDJ ist ein enorm wichtiges Signal im Kampf gegen den Rechtsextremismus.
Dieser Schritt war längst überfällig. Immerhin existierte die HDJ seit 1994. Zudem steht bereits seit längerem fest, dass die HDJ eine verfassungsfeindliche Organisation in bester Tradition der verbotenen Wiking-Jugend ist. Ihr Ziel ist es, rechtsextremen und nationalistischen Nachwuchs auszubilden. Dennoch ist es erfreulich, dass diesmal nicht mehr als 40 Jahre vergehen mussten wie bei dem im letzten Jahr verbotenen rechtsextremistischen Verein „Collegium Humanum“.
Es ist zu betonen, dass Vereinsverbote alleine nicht ausreichen, um die braunen Auswüchse zu bekämpfen. Genauso wichtig ist es, für Präventionsmaßnahmen zu sorgen: Umfassende politische Bildung, vielfältige Freizeitaktivitäten in Sportvereinen und Jugendeinrichtungen.
Dennoch ist das Verbot gegen die HDJ ein großer Erfolg, der die rechtsextremistische Szene empfindlich treffen wird.




